Nachhaltige MobilitÀt von morgen: Landshuter Innovationskraft im BMW i Hydrogen NEXT

BMW i Hydrogen NEXT

Kleinserie mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-E-Antrieb basiert auf dem BMW X5 und kommt 2022.

Landshut – Die Entwicklung alternativer, CO2-freier Antriebsformen hat bei der BMW Group hohe PrioritĂ€t. Deshalb verfolgt das Unternehmen in einem technologieoffenen Ansatz auch das Thema Wasserstoff. Mit dem BMW i Hydrogen NEXT wird die BMW Group 2022 eine Kleinserie fertigen, die mit einem Wasserstoff-Brennstoffzellen-E-Antrieb ausgestattet ist und somit nur Wasserdampf ausstĂ¶ĂŸt. „Auch in diesem Fahrzeug steckt Landshuter Innovationskraft“, sagt Dr. Stefan Kasperowski, Leiter des BMW Group Werks Landshut. FĂŒr das Brennstoffzellensystem des Fahrzeugs wird der niederbayerische Produktionsstandort hochinnovative Komponenten liefern. „Die komplexen Bauteile sind spezifisch auf den dauerhaften Kontakt mit Wasserstoff ausgelegt“, so der Standortleiter.

Die BMW Group ist ĂŒberzeugt, dass kĂŒnftig verschiedene alternative Antriebsformen nebeneinander existieren werden, da es keine alleinige Lösung gibt, die sĂ€mtliche MobilitĂ€tsanforderungen der Kunden weltweit abdeckt. „Mit zukunftsorientierten Technologien spielen wir als hauseigene Komponentenfertigung mehr denn je die Rolle eines Innovationstreibers“, so Kasperowski. „In der technologischen Transformation ist Erfolg kein SelbstlĂ€ufer. Mit unserem Leichtbau- und Technologiezentrum hier am Standort treiben wir durch Innovationen die nachhaltige Entwicklung unserer Modelle voran und generieren dadurch entscheidende Wettbewerbsvorteile“, ergĂ€nzt der Betriebsratsvorsitzende des BMW Group Werks Landshut, Willibald Löw.

Konkret wird das BMW Group Werk Landshut fĂŒr den BMW i Hydrogen NEXT das so genannte Stack-GehĂ€use aus Leichtmetall fertigen, in dem die Brennstoffzellen sitzen, sowie die Medienendplatte. Sie besteht aus Kunststoff- und Leichtmetallgussteilen und dient als luft- und wasserdichter Verschluss des Stack-GehĂ€uses. Durch die Endplatte werden in das GehĂ€use die „Medien“ Wasserstoff-, Sauerstoff und KĂŒhlmittel eingeschleust, um die chemische Reaktion in den Brennstoffzellen zu initiieren. Das System wurde im Landshuter Leichtbau- und Technologiezentrum (LuTZ) entwickelt und ist ein herausragendes Beispiel fĂŒr die technologieĂŒbergreifende Innovationskraft am Standort Landshut.

„Wir haben in der Forschung bereits zwanzig Jahre Erfahrung mit Brennstoffzellen-Systemen gesammelt. Das zahlt sich jetzt in der hauseigenen Fertigung wesentlicher Komponenten aus“, so JĂŒrgen Guldner, Leiter Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie und Fahrzeugprojekte bei der BMW Group.

Im Antriebsstrang erzeugt das Brennstoffzellensystem des BMW i Hydrogen NEXT, das kontinuierlich mit Wasserstoff aus CFK-Tanks gespeist wird, bis zu 125 kW elektrische Energie fĂŒr den Elektromotor, der auf der Hinterachse sitzt. Der zugrundeliegende Mechanismus ist dabei eine chemische Reaktion zwischen Wasserstoff und Sauerstoff, deren einziges Reaktionsprodukt Wasser ist. Zwei 700-bar-Tanks, die zusammen sechs Kilogramm Wasserstoff fassen, garantieren große Reichweiten bei allen Wetterbedingungen – bei einer Tankdauer von nur drei bis vier Minuten.

VollumfĂ€nglich ist im BMW i Hydrogen NEXT auch der E-Antrieb der fĂŒnften Generation (Gen5) integriert, der erstmalig im BMW iX3 zum Einsatz kommt. Die Leistungspuffer-Batterie, die oberhalb der E-Maschine sitzt, sorgt beim Beschleunigen fĂŒr zusĂ€tzliche Dynamik. Damit betrĂ€gt die Antriebsleistung insgesamt 275 kW (374 PS).

„Das Thema Wasserstoff ist nicht neu fĂŒr uns“, erlĂ€utert Standortleiter Kasperowski. „Bereits im Jahr 2000 hat der BMW Group Standort Landshut den BMW Hydrogen 7, den damaligen TechnologietrĂ€ger mit Wasserstoffverbrennungsmotor, mit Guss-Komponenten aus Sandguss ausgestattet.“

BMW iX – weiteres Beispiel fĂŒr Innovationen aus Landshut
Ein weiteres Beispiel dafĂŒr, dass das Unternehmen auf dem Weg zur MobilitĂ€t von morgen weiter auf seine niederbayerischen Standorte setzt, ist der BMW iX. Das erste vollelektrische und fĂŒr hochautomatisiertes Fahren vorbereitete Serienfahrzeug der BMW Group wird ab 2021 in Dingolfing vom Band laufen. Auch dafĂŒr wird das BMW Group Werk Landshut wichtige Hightech-Komponenten liefern, beispielsweise die innovative Niere – das „Auge“– fĂŒr den BMW iX. Die Niere ist essentiell fĂŒr das hochautomatisierte Fahren. Sie erlaubt in der Fahrzeugfront die Integration von Kameratechnik, Radarfunktion und weiterer Sensorik fĂŒr hochentwickelte Fahrerassistenzsysteme. Insgesamt investiert die BMW Group in Landshut aktuell mehr als 50 Millionen Euro in innovative Komponenten fĂŒr kĂŒnftige Fahrzeugmodelle.

ĂŒbermittelt durch die BMW Group

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