MWC: Ericsson, Telekom und Vay zeigen Live-Demo zu teleoperiertem Fahren mit 5G

Stellen Sie sich einen MobilitÀtsservice vor, bei dem ein Elektrofahrzeug ohne Person darin genau dann vor Ihrem Haus steht, wenn Sie es brauchen.

DĂŒsseldorf (ots)

  • Telefahren in einer 5G-Testumgebung in Berlin-Tegel implementiert.
  • 5G-Test-Netz in Berlin optimiert mit 5G Managed Latency mit L4S (Low Latency Low Loss Scalable).
  • Telefahrer steuert ein Fahrzeug in Berlin von der Telefahrstation auf dem MWC in Barcelona aus.
  • Demo zeigt Bedeutung von L4S fĂŒr hochwertige, latenzkritische Anwendungen.

Stellen Sie sich einen MobilitĂ€tsservice vor, bei dem ein Elektrofahrzeug ohne Person darin genau dann vor Ihrem Haus steht, wenn Sie es brauchen. Und Sie mĂŒssen nicht parken. Ein bequemer und gĂŒnstiger TĂŒr-zu-TĂŒr-Service. Dieses Konzept werden die Unternehmen Ericsson, Deutsche Telekom und Vay auf dem MWC 2023 in Barcelona vorfĂŒhren.

Bevor und nachdem ein Kunde das Fahrzeug ĂŒbernimmt, wird es von einem professionell ausgebildeten Telefahrer von einer Telefahrzentrale aus ferngesteuert zum Kunden gefahren. Dazu arbeitet Vay heute mit redundanten Mobilfunknetzen. Wenn die Verbindung ĂŒber ein Netz nicht ausreicht, kann das Signal ĂŒber ein anderes Netz empfangen werden.

Live-Demo beim MWC

Beim MWC prĂ€sentieren die Unternehmen nun eine Alternative: Der Showcase zeigt, wie ĂŒber eine Live-Verbindung ein Elektroauto in Berlin ferngesteuert wird. In Berlin bewegt sich das Fahrzeug in einem 5G-Test-Netz von Ericsson und Telekom, das mit dem Merkmal L4S (Low Latency Low Loss Scalable) ausgestattet ist. Das ferngesteuerte Auto in Berlin wird in einem Livestream vor Ort gezeigt.

Vay ist das erste Unternehmen in Europa, das ein Auto ohne eine Person im Inneren des Fahrzeugs auf einer öffentlichen Straße fahren lĂ€sst. Es hat sich zum Ziel gesetzt, einen nachhaltigen, gĂŒnstigen TĂŒr-zu-TĂŒr-MobilitĂ€tsdienst mit ferngesteuerten Autos in Deutschland und den USA anzubieten.

L4S fĂŒr ferngesteuertes Fahren

L4S ist eine SchlĂŒsseltechnologie fĂŒr hochwertige, latenzkritische Anwendungen. Sie ermöglicht gleichbleibend niedrige Latenzzeiten bei schwierigen Bedingungen wie einem stark belasteten Mobilfunknetz. L4S ist auch Teil der Time-Critical Communication (TCC) Lösungen von Ericsson.

Der Showcase Telefahren ist der jĂŒngste Meilenstein in der langjĂ€hrigen Innovationspartnerschaft zwischen Ericsson und Telekom, um die EinfĂŒhrung von L4S voranzutreiben. FĂŒr diese Demo arbeiten die Unternehmen seit Oktober 2022 mit Vay zusammen, indem sie L4S implementieren und testen.

Thomas von der Ohe, MitbegrĂŒnder und CEO von Vay, sagt: “L4S kann die Telefahr-Technologie von Vay grundlegend verbessern. Diese Funktion ermöglicht es, NetzwerkĂŒberlastungen im Voraus zu erkennen, die Latenz zu stabilisieren und Paketverluste zu vermeiden. Der Hauptvorteil von L4S liegt in der verbesserten Ausnutzung der NetzwerkkapazitĂ€t und damit in der dauerhaften Aufrechterhaltung der bestmöglichen QualitĂ€t der DatenĂŒbertragung – bei gleichzeitiger Verringerung der Netzwerkredundanz. Außerdem können wir durch die Verringerung der Anzahl der Netze die Kosten senken und gleichzeitig die Abdeckung unseres Servicegebiets erhöhen, auch in lĂ€ndlicheren Gegenden. Damit kommt Vay seinem Ziel eines nachhaltigen TĂŒr-zu-TĂŒr-MobilitĂ€tsdienstes in großem Maßstab einen Schritt nĂ€her.”

Kaniz Mahdi, SVP Technology Architecture & Innovation, Deutsche Telekom, sagt: “Die Deutsche Telekom arbeitet mit Partnern intensiv an Innovationen. Gemeinsam entwickeln wir unser 5G-Netz weiter. Wir erschließen seine LeistungsfĂ€higkeit fĂŒr Anwendungen, die auf

Menschen ausgerichtet sind. Dazu gehören auch MobilitĂ€tsdienste. L4S, Network Slicing und andere Funktionen von 5G werden dabei eine entscheidende Rolle spielen – fĂŒr Privatkunden und Unternehmen.”

David Hammarwall, Head of Product Area Networks, Ericsson, sagt: “Noch vor wenigen Jahren wĂ€ren die in dieser Telefahr-Demo mit der Deutschen Telekom und Vay gezeigten Möglichkeiten jenseits aller Vorstellungskraft gewesen. Dieser innovative Anwendungsfall zeigt die FĂ€higkeit von 5G, ein Fahrzeug aus der Ferne in Echtzeit, sicher und geschĂŒtzt zu steuern. Wir treiben die L4S-Technologie immer weiter voran, um zu zeigen, welche Rolle die zeitkritische Kommunikation dabei spielt. Es wird die Art und Weise, wie wir arbeiten, leben und miteinander umgehen verĂ€ndern.”

Er fĂŒgt hinzu: “Qualitativ werden so AnwendungsfĂ€lle wie Cloud-Gaming, Automated Guided Vehicles und Drohnen dramatisch verbessert werden. Sie werden auch neue Use Cases wie Augmented Reality/Virtual Reality (AR/VR) ermöglichen, die Mobilfunknetzbetreiber Verbrauchern und Unternehmen anbieten können.

ZusÀtzliche technische Informationen

Der Teledrive-First-Ansatz von Vay zielt darauf ab, einen nachhaltigen und sicheren Dienst anzubieten, der eine Alternative zu bestehenden MobilitĂ€tsdiensten darstellen kann. Das Unternehmen will schrittweise autonome Fahrfunktionen in sein System einfĂŒhren, sobald dies sicher und zulĂ€ssig ist.

Ericsson, Telekom und Vay werden zeigen, wie L4S die QualitĂ€t und Sicherheit von ferngesteuerten Fahrten verbessern kann. Die Unternehmen erwarten, dass L4S die Anzahl der fĂŒr latenzkritische Anwendungen erforderlichen redundanten Netze verringern wird.

L4S nutzt eine Markierung der Datenpakete bei einer temporĂ€ren Stauung (Warteschlange) und informiert damit eine zeitkritische Anwendung darĂŒber, dass eine Anpassung der Datenrate erforderlich ist, um die Stauung zu beseitigen. L4S basiert auf einem IETF-Standard und wird derzeit von 3GPP als Arbeitspunkt fĂŒr Version 18 standardisiert.

Über die Deutsche Telekom: https://www.telekom.com/konzernprofil

Über Ericsson

Ericsson ist WeltmarktfĂŒhrer auf dem Gebiet der Kommunikationstechnologie und -dienstleistungen mit Firmenzentrale in Stockholm, Schweden. KerngeschĂ€ft ist das AusrĂŒsten von Mobilfunknetzen. Das Portfolio des Unternehmens umfasst unter anderem die GeschĂ€ftsbereiche Networks; Cloud Software and Services sowie Enterprise Wireless Solutions and Technologies & New Businesses. Die Innovationsinvestitionen von Ericsson haben den Nutzen des Mobilfunks fĂŒr Milliarden Menschen weltweit nutzbar gemacht. Das Unternehmen hilft seinen Kunden dabei, die Digitalisierung voranzutreiben, die Effizienz zu steigern und neue Einnahmequellen zu erschließen.

Das 1876 gegrĂŒndete Unternehmen beschĂ€ftigt weltweit rund 106.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und arbeitet mit Kunden in 180 LĂ€ndern zusammen. 2022 erwirtschaftete Ericsson einen Umsatz von 271,5 Milliarden SEK. Ericsson ist an der NASDAQ in Stockholm und New York gelistet.

Ericsson ist an einem Großteil aller kommerziell eingefĂŒhrten 5G-Livenetze beteiligt. Zu den 143 durch Ericsson unterstĂŒtzten 5G-Livenetzen weltweit zĂ€hlen unter anderem auch Netze in Deutschland und der Schweiz. www.ericsson.com/5g

In Deutschland beschĂ€ftigt Ericsson rund 2.700 Mitarbeitende an 12 Standorten – darunter rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Der Hauptsitz ist DĂŒsseldorf.

Über Vay

Vay will einen nachhaltigen und gĂŒnstigen TĂŒr-zu-TĂŒr-MobilitĂ€tsdienst mit ferngesteuerten (“telegefahrenen”) Autos anbieten: Telefahrer:innen bringen ein Elektroauto zu den Kund:innen und holen es nach Beendigung der Fahrt wieder ab, sodass die zeitaufwĂ€ndige Suche nach einem Parkplatz fĂŒr die Kund:innen entfĂ€llt. WĂ€hrend sie im Auto sitzen, fahren die Kund:innen selbst. Vay sieht das Telefahren als einen alternativen Ansatz zum autonomen Fahren und will auf der Grundlage hochwertiger Telefahr-Daten schrittweise autonome Funktionen in sein System einfĂŒhren.

Vay wurde 2018 von Thomas von der Ohe, Fabrizio Scelsi und Bogdan Djukic in Berlin gegrĂŒndet. Das Team mit mehr als 150 Mitarbeitenden vereint das Beste aus zwei Welten – Software- und Produkt-Erfahrung aus dem Silicon Valley und Automotive-Hardware und -Sicherheitstechnik aus Europa. Das Unternehmen hat Niederlassungen in Berlin und Hamburg sowie in Portland, USA. Vay hat zuletzt 95 Millionen US-Dollar in einer Series-B-Finanzierungsrunde eingesammelt. Zu den Investor:innen gehören unter anderem Kinnevik, Coatue, Eurazeo, Atomico, La Famiglia und Creandum sowie prominente Business Angels wie der ehemalige Alphabet CFO Patrick Pichette, Peter Mertens, ehemaliges Vorstandsmitglied fĂŒr Forschung & Entwicklung und Design sowie CTO von Audi und Spotifys Technologie- und Produktchef Gustav Söderström. www.vay.io

 

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