L√∂sungen auch f√ľr E-Fahrzeuge notwendig Kraftstoffverbrauch wird mittels fahrzeuginterner √úberwachungseinrichtung (OBFCM) dokumentiert

Seit 1. Januar 2020 m√ľssen neu typgenehmigte Pkw-Modelle (Klasse M1) verpflichtend mit der sog. OBFCM-Einrichtung (OnBoard Fuel Consumption Monitoring) ausger√ľstet sein.

M√ľnchen (ots) –¬†Seit 1. Januar 2020 m√ľssen neu typgenehmigte Pkw-Modelle (Klasse M1) verpflichtend mit der sog. OBFCM-Einrichtung (OnBoard Fuel Consumption Monitoring) ausger√ľstet sein. F√ľr die Erstzulassung von neuen Pkw ist dies seit 1. Januar 2021 verbindlich vorgeschrieben. Das bedeutet, dass sowohl der Kraftstoffverbrauch als auch der Stromverbrauch (bei Plug-In-Hybriden) gemessen und √ľber die gesamte Lebensdauer im Fahrzeug gespeichert werden muss.

Die Daten aus dem OBFCM sollen zur Feststellung von Abweichungen zwischen den Laborwerten und den Verbrauchswerten im tats√§chlichen Fahrbetrieb dienen. Somit soll die L√ľcke zwischen Pr√ľfstandsmessungen und Realemissionen weiter reduziert werden, um noch realistischere Verbrauchsangaben f√ľr die K√§ufer zu erhalten.

Seit 1. Januar 2021 sind die Fahrzeughersteller verpflichtet die Daten durch ihre Vertragswerkst√§tten im Zuge jeder Wartung oder Reparatur eines Fahrzeuges zu erheben. Ab 20. Mai 2023 soll die Datenerhebung auch im Rahmen der Hauptuntersuchung durch die Pr√ľforganisationen erfolgen.

Der ADAC h√§lt den Ansatz, die L√ľcke zwischen Laborwerten und den Verbrauchswerten im tats√§chlichen Fahrbetrieb zu schlie√üen, f√ľr richtig. Wichtig ist jedoch, dass deren Zweckbindung sichergestellt ist. Denn, die Vorschriften richten sich an die Fahrzeughersteller und d√ľrfen nicht zur √úberwachung des Autofahrers dienen.

Ferner m√ľssen Datenschutz und Datensicherheit bei der Datenspeicherung und Verwertung gew√§hrleistet werden.

Entsprechend fordert der ADAC, dass jeder Fahrzeughalter Informationen √ľber die individuellen Daten seines Fahrzeuges bekommt, unabh√§ngig davon, von wem diese ausgelesen werden.

Verbraucher sollten wissen, dass sie dem Auslesen der OBFCM-Werte auch widersprechen können, wenn sie ihre Daten nicht weitergeben möchten.

Klare Prozesse, wie der Widerspruch zu erfolgen hat, sind seitens des Gesetzgebers umgehend festzulegen.

Die Ausr√ľstungspflicht mit einer OBFCM-Einrichtung und die damit verbundene √úberwachung des Kraftstoffverbrauchs und deren Daten√ľbertragung gelten aktuell nur f√ľr Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor sowie (Plug-In-)Hybridfahrzeuge, die mit Diesel, Biodiesel, Benzin oder Ethanol betrieben werden. Reine Elektrofahrzeuge sind ausgenommen, ebenso wie gasbetriebene Fahrzeuge (CNG, LPG). Diese L√ľcke sollte nach √úberzeugung des ADAC geschlossen werden und OBFCM auch f√ľr E-Autos und gasbetriebene Fahrzeuge genutzt werden. Denn auch hier sind Abweichungen zwischen Laborwerten und realen Verbrauchswerten festzustellen.

Ob das eigene Fahrzeug die Funktion unterst√ľtzt, kann √ľber die Emissionsschl√ľsselnummer “36AP” im Fahrzeugschein (Feld 14.1) herausgefunden werden. Beim Gebrauchtwagenkauf kann sich ein genauer Blick auf die Werte lohnen: Sie k√∂nnen ein Indiz f√ľr das Fahrprofil des Vorbesitzers sein.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter adac.de

Original-Content von: ADAC, √ľbermittelt durch news aktuell

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