LKW-Kartell: FlughĂ€fen machen SchadensersatzansprĂŒche geltend

Berlin (ots) – Rekordgeldbußen in Höhe von 3,8 Mrd. EUR hat die EU-Kommission in den Jahren 2016 und 2017 gegen Mitglieder des sogenannten LKW-Kartells verhĂ€ngt. Das betrifft die Unternehmensgruppen DAF, Daimler, Iveco, MAN und Volvo/Renault. Die EU-Kommission hat darauf hingewiesen, dass GeschĂ€digte dieses Kartells die Möglichkeit haben, SchadensersatzansprĂŒche gegen die Kartellanten geltend zu machen. FlughĂ€fen sind durch dieses Kartell massiv geschĂ€digt worden.

Der Flughafenverband ADV kooperiert seit etwa einem Jahr mit der Deutschen Bahn zur Durchsetzung von SchadensersatzansprĂŒchen der durch das LKW-Kartell geschĂ€digten FlughĂ€fen. Ralph Beisel, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Flughafenverbandes ADV, merkt an: “Die FlughĂ€fen haben sich nach intensiver PrĂŒfung fĂŒr eine Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn entschieden, die ĂŒber eine hohe Fachkompetenz in Kartellfragen verfĂŒgt. Ich bin ĂŒberzeugt, dass es den FlughĂ€fen gelingt, im Verbund mit der Deutschen Bahn und weiteren Unternehmen erhebliche SchadensersatzansprĂŒche durchzusetzen.”

Am 20.12.2017 hat die Deutsche Bahn gegen die am LKW-Kartell beteiligten Unternehmen ein Gerichtsverfahren eingeleitet. Darin machen die ADV-MitgliedsflughĂ€fen in Deutschland und Österreich ihre SchadensersatzansprĂŒche geltend. Die Klage vor dem Landgericht MĂŒnchen richtet sich gegen die Unternehmensgruppen DAF, Daimler, Iveco, MAN und Volvo/Renault. Diese Unternehmen haben mindestens in den Jahren 1997 bis 2011 verbotene Preisabsprachen, insbesondere zu den Bruttolistenpreisen fĂŒr Lastkraftwagen, getroffen. Die EuropĂ€ische Kommission hatte deshalb Rekordgeldbußen in Höhe von 3,8 Mrd. EUR gegen die Mitglieder des Kartells verhĂ€ngt.

Original-Content von: ADV Deutsche VerkehrsflughĂ€fen, ĂŒbermittelt durch news aktuell

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