Jeder will das Elektroauto

Tesla

Das Interesse an Elektrofahrzeugen ist groß, ganz ohne Frage. Nicht erst seit Tesla. Doch in den letzten 100 Jahren konnte es sich einfach nicht durchsetzen.

Tesla

So verlautet der Jubelruf der Politik, dabei sind die meisten Autofahrer noch gar nicht begeistert. Das Interesse an Elektrofahrzeugen ist gro√ü, ganz ohne Frage. Nicht erst seit Tesla. Doch in den letzten 100 Jahren konnte es sich einfach nicht durchsetzen. Tesla ist das beste Beispiel daf√ľr. Das gro√üe Unternehmen k√∂nnte schon morgen pleite sein. So richtig, wei√ü das niemand. Diese Unsicherheit ist bei vielen Verbrauchern zu sp√ľren. Auf der anderen Seite eignet sich ein Elektroauto als Zweitwagen, nicht aber f√ľr Menschen, die regelm√§√üig auf ein Auto angewiesen sind. Zu viele Unsicherheiten spielen immer noch eine gro√üe Rolle.

Elektroauto ‚Äď Woher kommt der Strom

Die E-Lades√§ulen, das R√ľckgrat einer vern√ľnftigen Infrastruktur, gleichen einem gro√üen Chaos. Die Preise f√ľr das Laden sind kaum nachverfolgbar. Nutzer sprechen davon, dass sie h√§ufig mehrere Apps ben√∂tigen, um eine Lades√§ule zu finden und, um den Preis herauszufinden. Dann gibt es oft noch verwirrende Auswahlm√∂glichkeiten. Zum Festpreis pro kWh laden oder zum Preis pro Minute. Von Bundesland zu Bundesland, von Stadt zu Stadt, sind die Geb√ľhren unterschiedlich. In Leipzig gab/gibt es die M√∂glichkeit, sein Elektroauto kostenlos aufzuladen. In anderen St√§dten kostet die Ladung zwischen 40¬† – 90 Cent pro kWh.

Die andere Frage ist immer noch, woher soll der Strom kommen? Die Regierung w√ľnscht sich k√ľnftig, dass 50 Prozent aller Autos elektrisch fahren. Bis 2021 sollen es eine Million Fahrzeuge sein. Aktuell sind es nicht einmal 100.000, die auf deutschen Stra√üen zu sehen sind (bei etwa 57 Millionen Fahrzeugen!). 50 Prozent sind ein ehrgeiziges Ziel. Ohne Angst ist das kaum umzusetzen.

Warum ein E-Auto kaufen

Hier spielt die Angst eine gro√üe Rolle. Die Zahl der Idealisten ist klein. Wer heute ein Elektroauto kauft, macht das aus Angst. Diesel und Benziner werden immer weiter angeprangert, die Fahrverbote weiten sich aus. Wer auf ein Auto angewiesen ist, denkt also zwangsl√§ufig √ľber ein Elektrofahrzeug nach. Aber eben nicht, wegen der Innovation oder aus Umweltgr√ľnden. Die Angst treibt die K√§ufer an.

Die Nachteile sind aber einfach noch zu gro√ü. 50 Prozent, diese Zahl hat sich auch schon der Energieriese E.ON angesehen. Dabei wurde festgestellt, dass es 20 ‚Äď 30 Jahre dauern w√ľrde, bis die Stromnetze daf√ľr ausgerichtet w√§ren. Denn der Trassenbau stockt seit √ľber 20 Jahren. Klagen von Umweltverb√§nden und Einzelpersonen k√∂nnen den Ausbau immer wieder um Monate und Jahre verz√∂gern. Mit dem Wegfall der Atomkraft gibt es massive Probleme. Die Zukunft geh√∂rt dem Elektroauto, das steht bereits heute fest. In den letzten Jahrzehnten gab es kein Produkt, das so sehr von der Politik getrieben wurde.

Ladevorgang

Bis heute gibt es nur wenige Schnelllades√§ulen. Der Preis betr√§gt um die 30.000 Euro pro St√ľck. Die Ladung dauert dort zwischen¬† 40¬† – 70 Minuten. Immer noch viel zu lange. An einer normalen E-S√§ule dauert es sogar um die 2 ‚Äď 8 Stunden. Dadurch kommt ein Elektroauto nur als Zweitauto in Betracht oder alternativ als Hybrid. Entsprechend gering ist auch das Kaufinteresse.

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