Fabrikatshandel fordert freie Fahrt fĂŒr Euro 6-Diesel

Bonn (ots) – FĂŒr Fahrzeuge mit Euro 6-Dieselmotoren muss es auch in Zukunft ĂŒberall freie Fahrt geben. Gleiches habe fĂŒr Ă€ltere Diesel zu gelten, deren Stickoxidausstoß im Wege der NachrĂŒstung auf Euro 6-Niveau gebracht werden könne. Das fordert die im ZDK organisierte Fachgruppe Fabrikatsvereinigungen. In deren Sitzung am 17. Januar in Bonn betonte ZDK-VizeprĂ€sident und Fabrikatssprecher Thomas Peckruhn, dass das gute NeuwagengeschĂ€ft des vergangenen Jahres nicht ĂŒber die ungelöste Diesel-Frage hinwegtĂ€uschen dĂŒrfe. Der Diesel-Anteil an den Pkw-Neuzulassungen war 2017 auf nur noch 38,8 Prozent gesunken. Ein Jahr zuvor hatte er noch bei 45,9 Prozent gelegen.

“Der Handel sitzt auf mehreren hunderttausend Euro 5-Diesel-Pkw, die quasi unverkĂ€uflich sind”, so Peckruhn. Das fĂŒhre zu teilweise existenziell bedrohlichen Belastungen. Massiv erhöhte Standzeiten und einige tausend Euro Wertverlust pro Fahrzeug wĂŒrden ebenso dazu beitragen wie weitere zigtausend Leasing-RĂŒcklĂ€ufer, mit denen in diesem Jahr zu rechnen sei. Die Hersteller und Importeure seien dringend gefordert, ihre HĂ€ndler in dieser prekĂ€ren Situation als Zeichen gelebter Partnerschaft wirtschaftlich zu unterstĂŒtzen. Laut dem DAT-Diesel-Barometer bilde inzwischen jeder zweite HĂ€ndler RĂŒckstellungen fĂŒr drohende Verluste wegen der Diesel-Krise.

“Die Dieselfahrer in unserem Land brauchen dringend Rechtssicherheit fĂŒr die Benutzung ihrer Fahrzeuge”, sagte Thomas Peckruhn. Aber auch die HĂ€ndler benötigten sehr schnell eine verlĂ€ssliche Perspektive. Daher sei es umso wichtiger, dass auf politischer Ebene endlich klare Entscheidungen getroffen wĂŒrden. Alle Euro 6-Diesel mĂŒssten generell von möglicherweise drohenden Fahrverboten ausgenommen werden. Hinzukommen mĂŒsse eine Richtlinie fĂŒr die Hardware-NachrĂŒstung Ă€lterer Diesel und hier insbesondere der Emissionsklasse Euro 5. Die NachrĂŒstung sollte entsprechend gefördert werden und nicht auf Fahrzeuge von privaten Haltern beschrĂ€nkt sein. “Die Meisterbetriebe des Kfz-Gewerbes sind Garanten dafĂŒr, dass Hunderttausende gebrauchter Lagerfahrzeuge mit Dieselmotor schnell nachgerĂŒstet werden”, so Peckruhn.

Original-Content von: Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, ĂŒbermittelt durch news aktuell

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