Die digitale Revolution erobert auch Wasserstraßen

Die digitale Revolution erobert auch Wasserstraßen

Die Digitalisierung hält in vielen Arbeitsbereichen Einzug und macht auch vor der Schadensbegutachtung nicht Halt.

Mit einem Klick zum Unfall-Gutachten

(TRD/MID) РDie Digitalisierung hält in vielen Arbeitsbereichen Einzug und macht auch vor der Schadensbegutachtung nicht Halt. Der TÜV Nord zeigte auf einer Fachmesse, wie mittels modernster Technik ein Fern-Gutachten erstellt wird.

Unter dem Motto ‚ÄúSchneller. Pr√§ziser. Innovativer. Die digitale Revolution erobert die Stra√üe‚ÄĚ pr√§sentierte der T√úV Nord seine Digitalisierungsthemen am Messestand auf der Automechanika. Dazu geh√∂rten unter anderem die Sofort-Gutachten, f√ľr die T√úV-Ingenieure per Smartphone in direktem Kontakt mit einem Schadengutachter, der innerhalb von einer Stunde statt bisher rund zwei Tagen ein Gutachten erstellt. Das Verfahren basiert auf der sogenannten Live-Expert-Technologie

Dirk Helmold vom T√úV Nord erl√§utert: ‚ÄúWir bieten eine gro√üe Bandbreite an digitalen Serviceleistungen ‚Äď f√ľr die kleine Werkstatt und das gro√üe Autohaus. Das Ziel: Durch unseren fachkundigen Support k√∂nnen sich die Autoh√§user und Werkst√§tten auf ihr Kerngesch√§ft konzentrieren, und T√úV Nord Mobilit√§t schafft erg√§nzende Grundlagen f√ľr Umsatzsteigerungen und ausgelastete Werkst√§tten.‚ÄĚ

Wenn das Boot am Haken hängt

Wer mit dem Boot unterwegs ist, kennt das Problem: Der Weg zum Wasser ist oft schwierig. Denn dabei ist eine Menge zu beachten ‚Äď vom passenden Trailer bis zur ausreichenden Anh√§ngelast des Zugwagens und dem ausreichenden F√ľhrerschein.

‚ÄúDer Trailer sollte genau auf das jeweilige Boot abgestimmt sein‚ÄĚ, so der Anh√§ngerkupplungs-Spezialist Rameder. Zuvor gelte es nat√ľrlich zu pr√ľfen, ob das eigene Zugfahrzeug auch mit dem Gesamtgewicht zurecht komme: ‚ÄúPkw d√ľrfen maximal 3,5 Tonnen an den Haken nehmen, doch das schaffen meist nur gro√üe Gel√§ndewagen und SUV‚ÄĚ.

Entscheidend sind auch noch die Ma√üe des Bootes: Dessen Breite samt Anh√§nger sollte 2,55 Meter nicht √ľberschreiten. Mit Sondergenehmigung sind bis zu drei Meter Breite m√∂glich. Die H√∂he darf maximal vier Meter betragen, die L√§nge des Anh√§ngers inklusive Deichsel zw√∂lf Meter bei einer Gesamt-Gespannl√§nge von 18 Metern.

Auch die Fahrerlaubnis des Bootseigners kann sich als begrenzender Faktor erweisen: Seit 1999 d√ľrfen mit dem Pkw-F√ľhrerschein der Klasse B nur noch Gespanne mit einer zul√§ssigen Gesamtmasse von 3,5 Tonnen bewegt werden, wobei der Anh√§nger selbst eine zul√§ssige Gesamtmasse von maximal 750 Kilo aufweisen darf. Der ‚Äúkleine‚ÄĚ H√§ngerf√ľhrerschein (B96), Klasse B mit Schl√ľsselzahl 96, endet bei 4,25 Tonnen f√ľr die zul√§ssige Gesamtmasse des Gespanns, ‚Äúwas auch nicht gerade √ľppig ist‚ÄĚ, so ein Rameder-Sprecher. Meist lohnt es sich deshalb, besser gleich die Klasse BE zu machen, die Anh√§nger mit einer zul√§ssigen Gesamtmasse von 3,5 Tonnen erlaubt. Fein raus ist, wer noch einen alten F√ľhrerschein der Klasse 3 besitzt oder diesen auf das neue Scheckkartenformat umschreiben lassen hat. Er darf ebenfalls Anh√§nger bis 3,5 Tonnen ziehen.

Doch auch die Besonderheiten von Fahrten mit schweren Bootsanh√§ngern sind ein Thema. Der Bremsweg eines Pkw verl√§ngert sich durch Anh√§ngelast sp√ľrbar. Die Experten von Rameder empfehlen, bei l√§ngeren Bergabfahrten einen niedrigen Gang einzulegen, um die Motorbremswirkung auszunutzen und so die Bremsen zu schonen. Weil viele Trailer nur f√ľr eine H√∂chstgeschwindigkeit von 80 km/h zugelassen sind, sollte gen√ľgend Zeit f√ľr die Reise eingeplant werden. Es ist allerdings auch m√∂glich, eine 100-km/h-Zulassung f√ľr ein bestimmtes Gespann zu beantragen.

Sandwich im Crashtest beim Autobau

Leichtbau geh√∂rt nicht nur in der Luft- und Raumfahrt zum Pflichtprogramm, sondern mit Blick auf Verbrauchsreduzierung und gr√∂√üere Reichweiten von Elektroautos auch immer mehr im Autobau. Forscher des Deutschen Zentrums f√ľr Luft- und Raumfahrt (DLR) haben jetzt ein neuartiges Konzept f√ľr Kleinfahrzeuge entwickelt.

Chrashtest
Das Safe Light Regional Vehicle (SLRV) zeichnet sich durch eine sehr leichte und gleichzeitig besonders sichere Karosserie in Sandwich-Bauweise aus. Hier ein Prototyp kurz vor einem Crashtest. © DLR/TRDmobil

Im Rahmen des Gro√üprojekts Next Generation Car (NGC), in dem 20 DLR-Institute zuk√ľnftige Fahrzeugkonzepte entwickeln, ist das Safe Light Regional Vehicle (SLRV) entstanden, das jetzt erste Crashtests erfolgreich absolviert hat. Mit einer Reichweite von rund 400 Kilometern ist das zweisitzige Brennstoffzellen-Auto f√ľr Pendler und als Zubringer gedacht, etwa vom Umland in die Gro√üstadt.

Die Karosserie in Sandwich-Bauweise wiegt nur 80 Kilo, sie besteht aus einer metallenen Decklage und einem Kunststoffschaum im Inneren. Vorder- und Hinterwagen des SLRV sind aus Sandwich-Platten zusammengesetzt und dienen als Crashzonen. Die Fahrgastzelle besteht aus einer Wanne mit einer aufgesetzten Ringstruktur, die die Insassen bei einem Crash sch√ľtzt. ‚ÄúBisher kommen Strukturen aus Sandwich-Materialien noch nicht in der Serienfertigung von Fahrzeugen vor. Es besteht gro√üer Forschungsbedarf, um das Verhalten solcher Strukturen zu charakterisieren und herauszufinden, wie man mit ihnen am besten baut‚ÄĚ, erkl√§rt Michael Kriescher, der das SLRV-Projekt leitet.

Um realit√§tsnahe Extrembelastungen zu testen, haben die Forscher zwei Prototypen auf die hauseigene Crashanlage des Instituts f√ľr Fahrzeugkonzepte in Stuttgart geschickt, die sich bei einem Frontal- und einen Pfahlcrash beweisen mussten. ‚ÄúBeide Crashversuche haben gut funktioniert und uns viele interessante Ergebnisse gebracht, die wir jetzt mit unseren Simulationen vergleichen. So k√∂nnen wir die Karosserie des SLRV Schritt f√ľr Schritt weiterentwickeln und gezielt verbessern‚ÄĚ, erkl√§rt Kriescher. Als n√§chster Schritt ist ein fahrf√§higes Forschungsfahrzeug geplant.

√ľbermittelt durch den TRD Pressedienst

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