Das Kennzeichen von morgen – elektronische Identifikation von Fahrzeugen

ID Plate

Der deutsche Kennzeichenhersteller T√ĖNNJES verfolgt das Ziel, Fahrzeugen weltweit eine eindeutige Identit√§t zu geben.

Delmenhorst (ots) –¬†Der deutsche Kennzeichenhersteller T√ĖNNJES verfolgt das Ziel, Fahrzeugen weltweit eine eindeutige Identit√§t zu geben. In Zusammenarbeit mit dem globalen Unternehmen f√ľr Halbleiter, NXP, und dem bayrischen Unternehmen f√ľr AutoID-L√∂sungen, Kathrein Solutions GmbH, entwickelt und produziert er Kennzeichen und Vignetten auf der Basis von RAIN-RFID-Technologie – Stichwort Electronic Vehicle Identification (deutsch: elektronische Fahrzeugerkennung), kurz EVI. Pkw, Lkw und Motorr√§der k√∂nnen damit kontaktlos und im flie√üenden Verkehr durch autorisierte Leseger√§te identifiziert werden. Die innovative Technologie hat die bisherige Art und Weise der optischen Erkennung mit dem blo√üen Auge oder per Kamera √ľberholt. Und er√∂ffnet neue, digitale M√∂glichkeiten f√ľr den Verkehr und die Mobilit√§t von morgen.

Größere Städte, mehr Autos

Shenzhen ist eine sogenannte Megacity im S√ľden Chinas. Direkt an der Grenze zu Hongkong befindet sich die Metropole, in der zw√∂lf Millionen Menschen wohnen. Bis 2030 soll die Bev√∂lkerung um weitere 17 Prozent wachsen – und damit deutlich schneller als jede andere Gro√üstadt im ostasiatischen Raum. Wo noch vor rund 40 Jahren lediglich 30.000 Menschen lebten, sind heute 3,5 Millionen Autos auf den Stra√üen unterwegs. Mit √ľber 500 Pkw pro Stra√üenkilometer herrscht in Shenzhen die h√∂chste Automobildichte in ganz China. Die logische Folge: Staus legen das √∂ffentliche Leben nahezu lahm. Aus diesem Grund arbeitet die Stadt intensiv an einem intelligenten Verkehrsmanagement-System. KI-gesteuerte Ampeln erweitern zwar das Handlungsspektrum der Beh√∂rden, eine endg√ľltige L√∂sung f√ľr die Verkehrsmassen ist aber noch nicht in Sicht.

EVI kann den Verkehr revolutionieren

“Die Weltbev√∂lkerung w√§chst kontinuierlich. Nicht nur Megacities mit mehr als zehn Millionen Einwohnern m√ľssen sich mit alternativen L√∂sungen f√ľr ein komplexes und modernes Verkehrsmanagement auseinandersetzen, sondern √ľber kurz oder lang alle Gro√üst√§dte”, sagt Jochen Betz, Gesch√§ftsf√ľhrer von T√ĖNNJES. “Wir glauben, dass die elektronische Fahrzeugerkennung, also EVI, die Grundlage f√ľr Smart City Anwendungen darstellt, da sie effiziente und zeitgem√§√üe Identifikationsprozesse erm√∂glicht.” Mittels RAIN-RFID-Technologie gelingt die drahtlose Kommunikation zwischen Kfz-Kennzeichen auf der einen und autorisierten Leseger√§ten auf der anderen Seite. Neben der gezielten Verkehrsf√ľhrung birgt EVI auch das Potential, Zufahrtskontroll- und Mautsysteme zu revolutionieren, Umweltzonen zu realisieren, Bezahlvorg√§nge im Bereich von Br√ľcken- oder F√§hr√ľberfahrten zu modernisieren und nachhaltig vor Fahrzeugdiebstahl oder Kennzeichenf√§lschung zu sch√ľtzen.

Seit einigen Jahren ist T√ĖNNJES nicht nur erfolgreicher Produzent von Kennzeichen, sondern auch federf√ľhrend an der Entwicklung von Soft- und Hardware beteiligt, die die Voraussetzung f√ľr elektronische Fahrzeugerkennung bilden. In Zusammenarbeit mit dem bayrischen RAIN-RFID-Hardware-Hersteller, Kathrein Solutions und dem globalen Unternehmen f√ľr Halbleiter, NXP, produziert T√ĖNNJES das RFID-Kennzeichen IDePLATE und den Windschutzscheibenaufkleber IDeSTIX. Die Technologie hat sich bereits in verschiedenen L√§ndern in unterschiedlichen Einsatzbereichen bew√§hrt. So nutzt die arabische Erd√∂lf√∂rdergesellschaft Saudi Aramco den IDeSTIX f√ľr die Zufahrtskontrolle auf dem Betriebsgel√§nde. Und auf den Philippinen werden Roller und Motorr√§der mit dem IDeSTIX Headlamp Tag von T√ĖNNJES ausgestattet – eine RFID-Vignette f√ľr den Frontscheinwerfer. “Gerade im asiatischen Raum sind Motorroller und Motorr√§der ein √§u√üerst beliebtes Fortbewegungsmittel. Der IDeSTIX Headlamp Tag ist eine effiziente und zuverl√§ssige Methode, um all diese Fahrzeuge zu registrieren und zu identifizieren”, erkl√§rt Betz.

Flexibel und nutzerfreundlich: Passive Chips funktionieren im ruhenden und fließenden Verkehr

Sowohl die f√§lschungssicheren Kennzeichen als auch die Aufkleber, die sich beim Abl√∂sen selbst zerst√∂ren, sind mit einem speziell hergestellten, passiven RAIN-RFID-Chip, dem UcodeDNA¬ģ von NXP, ausgestattet. Dieser √ľbermittelt Daten √ľber mehrere Meter auf kontaktlose und sichere Weise. Der Chip enth√§lt eine verschl√ľsselte, einmalige Identifikationsnummer, die von autorisierten Leseger√§ten im ruhenden und flie√üenden Verkehr entziffert werden kann. “Die landesweite Registrierung aller Fahrzeuge sollte jedes Land anstreben, da sie Sicherheit und Transparenz garantiert. Sind Fahrzeuge erstmal mit passive UHF-RFID-Transpondern registriert, kann diese Technologie auch wunderbar f√ľr weitere Applikationen wie Tolling, Road Charging, Parken, Tanken und Zufahrtskontrollen verwendet werden”, erkl√§rt Christian Schnebinger, Deputy Sales Officer bei Kathrein. “Bei passive UHF RFID handelt es sich um einen weltweiten Standard. Das schafft Flexibilit√§t und ist gleichzeitig nutzerfreundlich. Denn durch die batterielosen Transponder entf√§llt s√§mtliche Wartung”, erg√§nzt er.

Dass die elektronische Fahrzeugerkennung in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnt, zeigt nicht nur die enge Zusammenarbeit der drei Marktf√ľhrer. Auch aktuelle Statistiken des deutschen Bundesamtes f√ľr G√ľterverkehr (BAG) unterstreichen bei einem Blick auf die Autobahnen den hohen Stellenwert von EVI. So wird sich das Transportaufkommen im Stra√üenverkehr allein in Deutschland bis 2023 auf knapp vier Milliarden Tonnen beziffern. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren war von lediglich 3,4 Milliarden Tonnen die Rede. Und auch die Corona-Pandemie hat laut BAG direkte Auswirkungen auf die Lkw-Fahrleistung. Die ist seit Pandemiebeginn in der Bundesrepublik um 5,5 Prozent gestiegen – vermutlich wegen des zunehmenden Lieferverkehrs.

RFID-Technologie ist der Schl√ľssel zur Digitalisierung

“Mit unserer Technologie und dem kombinierten Know-how tragen wir dazu bei, dass Beh√∂rden und Zulassungsstellen in Zukunft deutlich effizienter arbeiten k√∂nnen werden”, erkl√§rt Ralf Kodritsch bei NXP. Seiner Meinung nach bildet die Nutzung von RFID-basierten Technologien dar√ľber hinaus die ideale Basis, um den gesamten Bereich der Fahrzeugerkennung umfassend und zeitnah zu digitalisieren. “In der Diskussion geht es oft um essentielle Schl√ľsselbereiche wie √∂ffentliche Sicherheit oder Diebstahlpr√§vention, die in unseren √úberlegungen eine hohe Priorit√§t genie√üen. Aber auch der Endverbraucher k√∂nnte sp√ľrbar profitieren – etwa, wenn wir an automatische Zugangskontrollen beim Parken oder automatisierte Abl√§ufe beim Tanken durch das Auslesen des RFID-Kennzeichens denken”, sagt Kodritsch. Zudem k√∂nnte die elektronische Erfassung vor dem Hintergrund der “dringend notwendigen” Digitalisierung eine erhebliche Verbesserung des Status Quo darstellen. Bisher haben Sicht- und Witterungsverh√§ltnisse eine entscheidende Rolle in der optischen Erfassung gespielt und die Aufkl√§rungsquote von zum Beispiel Geschwindigkeits√ľberschreitungen deutlich reduziert.

Ein globales Netz

T√ĖNNJES agiert international. Und zwar nicht als Exporteur von Produkten, sondern von Infrastruktur, Maschinen und Know-how. Rund um den Globus ist das Unternehmen aus Norddeutschland an √ľber 50 Standorten mit lokalen Joint Ventures beteiligt, um vor Ort Kfz-Kennzeichen zu produzieren und zu personalisieren. Dabei unterst√ľtzt das Unternehmen die jeweiligen Beh√∂rden von der Implementierung eines zentralen Zulassungssystems bis zur Entwicklung innovativer und ma√ügeschneiderter L√∂sungen f√ľr die Erkennung von Fahrzeugen. Was die elektronische Fahrzeugerkennung betrifft, zeigen sich immer mehr L√§nder interessiert. “Wir merken, dass jetzt L√∂sungen gefragt sind, die nicht nur zuverl√§ssig funktionieren, sondern auch den Anforderungen einer digitalisierten Gesellschaft gerecht werden – wir schaffen beides”, sagt Jochen Betz.

Original-Content von: T√ĖNNJES E.A.S.T. Infrastruktur Invest GmbH, √ľbermittelt durch news aktuell

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