ADAC Unfallforschung testet Personenrettung aus Elektrofahrzeug

Schneideversuch bei einem E-Auto; Feuerwehrmann setzt hydraulisches Schneidewerkzeug an. ADAC Technikzentrum Landsberg am Lech am 11.10.2017

M√ľnchen (ots) – Zusammen mit Feuerwehreinsatzkr√§ften hat der ADAC die Personenrettung aus einem Elektroauto getestet. Hierf√ľr wurde ein Opel Ampera-e im ADAC Technikzentrum in Landsberg am Lech aufgeschnitten. Der Test sollte zeigen, wie schnell verletzte und eingeklemmte Menschen nach einem Verkehrsunfall aus einem Elektroauto befreit werden k√∂nnen. Ergebnis: Die hydraulischen Schneide- und Spreizwerkzeuge der Rettungskr√§fte funktionieren auch beim Elektroauto. Allerdings m√ľssen die Rettungskr√§fte speziell auf den sicheren Umgang mit potenzieller Hochspannung vorbereitet sein.

ADAC Vizepr√§sident f√ľr Technik, Thomas Burkhardt: “Mit der zunehmenden Zahl von Elektroautos auf deutschen Stra√üen werden auch Unf√§lle und Rettungsaktionen dieser Art steigen. Wir bereiten uns aktiv darauf vor. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur k√ľnftigen Personenrettung und zum Schutz der Einsatzkr√§fte.”

Der Elektroantrieb des Opel Ampera-e konnte durch die Rettungskr√§fte sicher deaktiviert werden. Gefahr f√ľr Leib und Leben bestand nicht. Gut geschulte Einsatzkr√§fte und die Rettungskarte, die alle relevanten Informationen des Elektrofahrzeugs enth√§lt, sind dabei von besonderer Bedeutung. Die Rettungskarte zeigt auf einen Blick, wo Hochvoltkomponenten verbaut sind und an welchen Stellen das Fahrzeug gefahrlos aufzuschneiden ist. Dies minimiert im Ernstfall den Zeitverlust und die Risiken f√ľr die Rettungskr√§fte.

Bereits 2014 hat der ADAC zusammen mit der Berufsfeuerwehr Augsburg Schneideversuche an einem BMW i3 unternommen. Auch bei diesem Elektroauto gab es damals keine Materialprobleme bei der sogenannten technischen Rettung. Der BMW i3 ist aus Carbon-Faserstoff (CFK), der Opel Ampera-e dagegen aus Stahl hergestellt.

Im Rahmen der Unfallforschung hat der ADAC mehr als 17.000 Pkw-Unfälle untersucht, bei fast 3.000 davon war eine technische Rettung notwendig.

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