Volkswagen gibt zum Jahreswechsel einen Ausblick auf die kĂŒnftige mobile SchnellladesĂ€ule des Unternehmens. UnabhĂ€ngig vom Stromnetz kann sie flexibel dort aufgestellt werden, wo Bedarf ist.
Wolfsburg (ots) –
- Flexible LadesĂ€ule kann stationĂ€ren Aufbau einer Ladeinfrastruktur fĂŒr E-Fahrzeuge unterstĂŒtzen und temporĂ€re Bedarfe bedienen
- Vorstandsvorsitzender der Konzern Komponente Thomas Schmall: “Komplett neuer Ansatz fĂŒr den Auf- und Ausbau des Ladenetzes”
- Technik-Chef der Konzern Komponente Mark Möller: “GrĂŒnen Strom einfach bis zur Nutzung zwischenspeichern”
- MEB-Batteriepaket bildet den energetischen Kern der LadesÀule
Volkswagen gibt zum Jahreswechsel einen Ausblick auf die kĂŒnftige mobile SchnellladesĂ€ule des Unternehmens. UnabhĂ€ngig vom Stromnetz kann sie flexibel dort aufgestellt werden, wo Bedarf ist. Zum Beispiel auf öffentlichen ParkplĂ€tzen in der Stadt, auf BetriebsgelĂ€nden oder als temporĂ€r eingerichteter Ladepunkt bei GroĂveranstaltungen. Die mobile LadesĂ€ule funktioniert nach dem Prinzip einer Powerbank, wie sie viele Menschen fĂŒr ihr Mobiltelefon kennen – nur eben fĂŒr E-Fahrzeuge. Die LadekapazitĂ€t liegt bei bis zu 360 kWh und ermöglicht im autarken Betrieb das Laden von bis zu 15 E-Fahrzeugen, wie zum Beispiel der neuen ID. Familie(1) von Volkswagen. Dank Schnellladetechnologie dauert ein Ladevorgang(2) durchschnittlich nur 17 Minuten. Unterschreitet der Energieinhalt des verbauten Batteriesatzes 20 Prozent, wird die entleerte LadesĂ€ule einfach gegen eine geladene getauscht. Wird sie hingegen fest an das Stromnetz via Wechselstrom angebunden, lĂ€dt sich das Batteriepack dauerhaft eigenstĂ€ndig nach. Erfolgt das Laden der SĂ€ule zudem mit grĂŒnem Strom, ermöglicht die LadesĂ€ule erstmals das Zwischenspeichern von nachhaltigem Strom, wie Solar- oder Windenergie – und damit CO2-neutrale MobilitĂ€t.
Die ersten mobilen SchnellladesĂ€ulen werden im Rahmen eines Pilotprojektes bereits im ersten Halbjahr 2019 am Heimatstandort der Volkswagen AG aufgestellt und unterstĂŒtzen dort den Aufbau einer Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet. Ab 2020 soll die LadesĂ€ule auch in anderen StĂ€dten und Gemeinden zum Einsatz kommen.
Thomas Schmall, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Konzern Komponente, sagt: “Die mobilen LadesĂ€ulen sind ein entscheidender Schritt zu einem leistungsfĂ€higen Netz von Ladepunkten. Sie können ĂŒberall bedarfsorientiert aufgestellt werden – mit oder ohne Anschluss an ein Stromnetz. Diese FlexibilitĂ€t ermöglicht einen komplett neuen Ansatz fĂŒr den schnellen Ausbau der Ladeinfrastruktur. So können zum Beispiel StĂ€dte lernen, wo die geeignetsten PlĂ€tze fĂŒr einen festen Ladepunkt sind, bevor groĂe Investitionen fĂŒr den Netzausbau getĂ€tigt werden. Zudem besteht die Möglichkeit, temporĂ€r eine gröĂere Anzahl von LadesĂ€ulen aufzustellen – genau dann und genau dort, wo sie gebraucht werden.”
Die mobilen LadesĂ€ulen können an definierten Punkten, etwa im Stadtgebiet verteilt, aufgestellt werden. Via Internet oder App lassen sich die flexiblen Standorte leicht finden. Die LadesĂ€ule ermöglicht das DC-Schnellladen mit bis zu 100 kW. Geladen werden können neben E-Autos beispielsweise auch E-Bikes. Gleichzeitig lassen sich bis zu vier Fahrzeuge laden, zwei ĂŒber DC-, zwei weitere ĂŒber AC-AnschlĂŒsse. Aus dem bis zu 360 kWh fassenden Batteriespeicher können so bis zu 15 E-Fahrzeuge geladen werden.
Auch die Möglichkeit eines direkten Anschlusses an das Stromnetz besteht, was das Aufladen der SĂ€ule durch eine dauerhafte Standard-Netzanbindung bis 30kW via Wechselstrom ermöglicht. So lassen sich ohne bauliche VerĂ€nderungen oder groĂen finanziellen Aufwand schnell und einfach Ladepunkte fĂŒr E-Fahrzeuge einrichten. Durch den direkten Stromanschluss kann das Batteriepaket der LadesĂ€ule rund um die Uhr nachgeladen werden. Dieses stetige Nachladen – und damit Puffern von Energie – reduziert zudem die Belastung des Stromnetzes zu Hauptzeiten deutlich.
“Unsere mobile LadesĂ€ule bietet einen weiteren entscheidenden Vorteil”, so Mark Möller, Leiter Technische Entwicklung der Volkswagen Konzern Komponente. “Erst wenn ein E-Auto mit nachhaltig erzeugter Energie geladen wird, ist dieses auch CO2-neutral unterwegs. Die LadesĂ€ule bietet erstmals die Möglichkeit, nachhaltig erzeugte Energie zwischenzuspeichern.” So kann die LadesĂ€ule zum Beispiel gezielt mit Solar- oder Windenergie geladen werden, die dann an die E-Fahrzeuge abgegeben wird.
Technisch basiert die mobile LadesĂ€ule auf dem Batteriepaket des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) des Volkswagen Konzerns. Das bietet einerseits den Vorteil der schnellen Skalierbarkeit. Andererseits ermöglicht die LadesĂ€ule damit Batterien aus E-Fahrzeugen ein zweites Leben. Denn diese verlieren mit der Zeit LadekapazitĂ€t. VerfĂŒgt eine Fahrzeugbatterie ĂŒber eine definierte reduzierte RestkapazitĂ€t, wird sie ausgetauscht. Besteht diese Batterie anschlieĂend eine ausfĂŒhrliche Analyse, kann sie fĂŒr den Einsatz in einer mobilen LadesĂ€ule verwendet und so weiter genutzt werden.
Ein leistungsfĂ€higes Netz von Ladepunkten gilt als eine der infrastrukturellen Grundvoraussetzungen, um Kunden von Elektrofahrzeugen wie der kĂŒnftigen ID. Familie(1) der Marke Volkswagen zu ĂŒberzeugen. Diese Herausforderung zu bewĂ€ltigen, ist eine der groĂen Aufgaben fĂŒr den Durchbruch der E-MobilitĂ€t, an der sich die Volkswagen Konzern Komponente beteiligt. Die Komponente ist ab 1. Januar 2019 eine eigenstĂ€ndige unternehmerische Einheit innerhalb des Volkswagen Konzerns. Die mobile LadesĂ€ule ist eine Eigenentwicklung mit dem Ziel des geschlossenen Lebenszyklus fĂŒr die Batterie. Der Produktionsstart ist fĂŒr 2020 angedacht.
Ăber die Volkswagen Konzern Komponente.
Die Volkswagen Konzern Komponente verantwortet als unternehmerisch eigenstĂ€ndige GeschĂ€ftseinheit unter dem Dach der Volkswagen AG die Entwicklung und Fertigung strategischer Komponenten fĂŒr die fahrzeugproduzierenden Marken des Konzerns. In fĂŒnf GeschĂ€ftsfeldern Motor und GieĂerei, Getriebe und E-Antrieb, Fahrwerk, Sitze und E-MobilitĂ€t arbeiten 80.000 Mitarbeiter in weltweit 61 Werken an 47 Produktionsstandorten. Sie entwickeln und fertigen Fahrzeugkomponenten, gestalten Zukunftsthemen wie Ladeinfrastruktur oder Batterierecycling – und leisten so einen entscheidenden Wertbeitrag fĂŒr den Volkswagen Konzern, seine Marken und Produkte. Vorstandsvorsitzender der Konzern Komponente ist Thomas Schmall. 1) Die Studie wird nicht zum Kauf angeboten und unterliegt daher nicht der Richtlinie 1999/94 EG. 2)
Beim Laden von ca. 28 kWh. Das entspricht ca. 80 Prozent der LadekapazitĂ€t des aktuellen e-Golf [e-Golf – Stromverbrauch in kWh/100 km: kombiniert zwischen 14,1 und 13,2; Co2-Emissionen in g/km: kombiniert 0; Effizienzklasse A+]
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