Gefahr von oben

Gefahr von oben

Stellplatzbesitzer sorgte sich wegen eines Kastanienbaumes um seinen PKW.

Berlin (ots) – Wer einen PKW besitzt und ihn im Freien parken muss, der meidet in der Regel die BĂ€ume. Denn sie lassen allerhand fallen, was dem Auto schaden könnte: Laub, FrĂŒchte, Äste und manchmal auch Harz. Trotzdem musste ein WohnungseigentĂŒmer nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS mit seinem Stellplatz in der NĂ€he einer Kastanie leben. (Landgericht NĂŒrnberg-FĂŒrth, Aktenzeichen 14 S 6188/17)

Der Fall: Ein Mitglied einer WEG war es leid, vom Dach und der Motor-haube seines geparkten Autos immer wieder herabgefallene Kastanien und Baumharz entfernen zu mĂŒssen. Der Mann wollte deswegen ein Carport errichten, das den PKW schĂŒtzen sollte. Andere EigentĂŒmer waren allerdings nicht einverstanden. Sie sahen darin eine bauliche VerĂ€nderung, die der vollstĂ€ndigen Zustimmung der WEG bedĂŒrfe. Der “Bauherr” sprach dagegen nur von einer Maßnahme der Instandhaltung bzw. Instandsetzung, fĂŒr die nicht so strenge Kriterien gelten.

Das Urteil: Bei der Kastanie und ihren FrĂŒchten handle es sich um “Gegebenheiten der Natur”, entschied eine Zivilkammer des Landgerichts NĂŒrnberg-FĂŒrth. Diese mĂŒsse der WohnungseigentĂŒmer hinnehmen, zumal sie ihm ja schon beim Kauf des Objekts bekannt gewesen seien. Die TeilungserklĂ€rung habe eine entsprechende Darstellung der Lage der BĂ€ume enthalten. Außerdem trĂ€ten die Probleme mit der Kastanie nur zu bestimmten Zeiten im Sommer und Herbst auf. Die ĂŒbrigen EigentĂŒmer mĂŒssten ihm die Errichtung eines Carports nicht erlauben.

Original-Content von: BundesgeschĂ€ftsstelle Landesbausparkassen (LBS), ĂŒbermittelt durch news aktuell

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